Zum Inhalt springen
Marvin Erndt - Kundenbetreuung Gutachten.org

Immobilienlexikon.

Über 100 Fachbegriffe aus der Welt der Immobilienbewertung, Wertermittlung und Abschreibung — verständlich erklärt.

Zertifizierte Expertise

  • BDSF Mitglied
  • DIA Zert
  • DIN EN ISO/IEC 17024
  • REV – Recognised European Valuer
Partner vonImmocation
Marvin Erndt - Kundenbetreuung Gutachten.org

Partner & Netzwerk

  • §194 BauGB

    Paragraph 194 des Baugesetzbuchs definiert den Verkehrswert (Marktwert) einer Immobilie. Er entspricht dem Preis, der am Wertermittlungsstichtag im gewöhnlichen Geschäftsverkehr für das Grundstück zu erzielen wäre, wobei alle Eigenschaften, rechtlichen Gegebenheiten und die Lage berücksichtigt werden und außergewöhnliche oder persönliche Umstände unberücksichtigt bleiben.

  • 5% Abschreibung

    Eine zeitlich befristete degressive Abschreibungsmöglichkeit für neue Wohngebäude, bei der in den ersten Jahren jährlich bis zu 5 % der Baukosten abgeschrieben werden können. Diese Regelung wurde im Rahmen des Wachstumschancengesetzes 2024 eingeführt, um Investitionsanreize im Wohnungsneubau zu schaffen (fünf Jahre lang 5 % vom Restwert, zusätzlich zur linearen Abschreibung kombinierbar).

  • Abschreibung - Dauer

    Ist der Zeitraum, über den eine Immobilie steuerlich abgeschrieben werden kann. Für Wohngebäude, die ab 2023 fertiggestellt wurden, beträgt die lineare AfA 3 % pro Jahr (ca. 33 Jahre), während für ältere Objekte 2 % (50 Jahre) oder 2,5 % (40 Jahre, bei Baujahr vor 1925) gelten. Die tatsächliche Nutzungsdauer eines Gebäudes kann jedoch länger sein als die steuerliche Abschreibungsdauer.

  • Abschreibung - Haus

    Die planmäßige Wertminderung eines Gebäudes für steuerliche Zwecke (Absetzung für Abnutzung, AfA). Wohnimmobilien können jährlich mit einem bestimmten Prozentsatz vom Gebäudewert abgeschrieben werden (z.B. 2 % oder 3 % je nach Baujahr), um die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten über die Jahre steuerlich geltend zu machen. Nicht der gesamte Kaufpreis, sondern nur der auf das Gebäude entfallende Teil ist abnutzbar (siehe Kaufpreisaufteilung Immobilie).

  • Abschreibung - Neubau

    Die Abschreibung eines neu errichteten Gebäudes. Seit 2023 gilt für neue Wohngebäude eine höhere lineare AfA von 3 % pro Jahr (statt zuvor 2 %). Zusätzlich kann unter bestimmten Bedingungen eine degressive AfA von 5 % jährlich (für 6 Jahre) in Anspruch genommen werden, um die Anfangsjahre steuerlich stärker zu entlasten.

  • Abschreibung verkürzen

    Die Möglichkeit, eine höhere jährliche Abschreibung anzusetzen, indem eine kürzere Restnutzungsdauer nachgewiesen wird. Vermieter können per Gutachten belegen, dass die wirtschaftliche Nutzungsdauer eines Gebäudes geringer ist als die gesetzliche Standarddauer, und so eine Abschreibung von z.B. 3 % statt 2 % erreichen. Voraussetzung ist ein schlüssiges Restnutzungsdauergutachten, das vom Finanzamt anerkannt wird.

  • Abschreibungsdauer Immobilie

    Siehe Abschreibung Dauer. Gemeint ist der Abschreibungszeitraum für Gebäude, also die Jahre, über die die Anschaffungskosten verteilt werden können. Bei Wohnimmobilien sind das typischerweise 33 bis 50 Jahre, sofern keine verkürzte Nutzungsdauer geltend gemacht wird.

  • Absetzung für Abnutzung (AfA)

    Steuerlicher Begriff für die Abschreibung der Kosten eines abnutzbaren Wirtschaftsguts (wie eines Gebäudes) über dessen Nutzungsdauer. Durch die AfA kann der Eigentümer jährlich einen Teil der Anschaffungskosten als Aufwand absetzen, was bei vermieteten Immobilien zu erheblichen Steuerersparnissen führt. Die AfA ist linear (gleichbleibend) oder in Sonderfällen degressiv und richtet sich nach gesetzlichen Abschreibungssätzen.

  • Abstandsfläche

    Mindestabstand, den ein Gebäude zum Nachbargrundstück einhalten muss. Diese Abstandsflächen sind in den Bauordnungen geregelt und sollen ausreichend Licht, Luft und Brandschutz zwischen Gebäuden gewährleisten.

  • AfA Bemessungsgrundlage

    Die Grundlage, auf die die Abschreibung angewendet wird, nämlich der Gebäudewert. Da der Anteil am Grundstück nicht abgeschrieben werden darf, muss der Kaufpreis in Gebäude- und Bodenwert aufgeteilt werden (siehe Kaufpreisaufteilung Immobilie). Nur der ermittelte Gebäudewert bildet die AfA-Bemessungsgrundlage für die jährliche Abschreibung.

  • AfA Gutachten

    Ein Sachverständigengutachten zur Ermittlung einer kürzeren Restnutzungsdauer und eines niedrigeren Gebäuderestwerts, um eine höhere AfA ansetzen zu können. Ein solches Gutachten wird oft genutzt, um dem Finanzamt einen erhöhten Abschreibungsbedarf zu belegen (z.B. bei sanierungsbedürftigen Altbauten), damit eine höhere Abschreibung anerkannt wird. Die Qualität des AfA-Gutachtens ist entscheidend für dessen Finanzamt Anerkennung.

  • AfA Immobilien

    Umgangssprachlich die Abschreibung von Immobilien. Darunter versteht man insbesondere die steuerliche Abschreibung von Gebäudekosten bei vermieteten Häusern oder Wohnungen (Gebäude-AfA). Immobilieneigentümer können so jährlich einen bestimmten Prozentsatz der Herstellungs- oder Anschaffungskosten als Abnutzung absetzen und dadurch bei Vermietung Steuern sparen.

  • AfA Neubau 2024

    Die ab 2023/2024 geltenden neuen Abschreibungsregeln für Neubauten. Wesentliche Änderungen sind die Erhöhung der linearen AfA auf 3 % für neue Wohngebäude sowie die Einführung der degressiven AfA mit 5 % p.a. für bis zu 6 Jahre. Zusammen ermöglichen diese Maßnahmen im Wachstumschancengesetz schnellere Abschreibungen und damit Steuervorteile Immobilien in den ersten Jahren nach Fertigstellung.

  • AfA Tabelle

    Eine vom Bundesfinanzministerium veröffentlichte Übersicht der typischen Nutzungsdauern und Abschreibungssätze für verschiedene Anlagegüter. Für Immobilien (Gebäude) selbst gibt es keine detailreiche AfA-Tabelle wie für technische Anlagen; stattdessen gilt für Wohngebäude pauschal 50 bzw. 33 Jahre. Allerdings werden etwa für bestimmte Bauteile oder Betriebsvorrichtungen (z.B. Aufzüge, Heizungen) oft Tabellenwerte herangezogen, sofern sie separat abgesetzt werden.

  • Algorithmus

    In der Online Immobilienbewertung ein Rechenverfahren, das auf Basis weniger Eingabedaten (z.B. Größe, Baujahr, PLZ) und vieler Vergleichsdaten automatisch einen Schätzwert ermittelt. Solche Algorithmen nutzen statistische Modelle und Marktdaten, um den Immobilienwert zu schätzen, können individuelle Objektmerkmale aber nur vereinfacht abbilden.

  • Altbau vs. Neubau

    In der Immobilienbewertung und -abschreibung der Vergleich zwischen älteren Gebäuden und Neubauten. Altbauten (z.B. vor 1950 errichtet) weisen oft eine höhere Abschreibung (2,5 % p.a. bei Baujahr vor 1925) auf als neuere Gebäude (2 % bei Baujahr ab 1950) nach früherem Recht. Außerdem unterscheiden sich Alt- und Neubau in Bausubstanz, energetischem Zustand und Marktattraktivität. Neubauten haben meist geringere Instandhaltungskosten und bessere Energiekennwerte, während Altbauten teils durch Modernisierungen aufgewertet werden können.

  • Alter der Immobilie

    Das Baujahr bzw. das effektive Alter eines Gebäudes. Es beeinflusst den Immobilienwert (ältere Gebäude haben oft Abnutzungen oder geringere Energieeffizienz) und die Abschreibungsdauer. Das Alter wird in der Wertermittlung berücksichtigt, etwa durch Abzüge für Altersentwertung im Sachwertverfahren oder durch Ansätze in der Restnutzungsdauer. Ein hohes Alter kann die Restnutzungsdauer verkürzen, wird jedoch bei guter Instandhaltung und Modernisierung relativiert.

  • Annuitätendarlehen

    Ein Darlehen mit gleichbleibenden Raten (Annuitäten) über die gesamte Laufzeit. Dabei setzt sich die Rate aus Zins und Tilgung zusammen – zu Beginn ist der Zinsanteil hoch und sinkt mit der Zeit, während der Tilgungsanteil steigt.

  • Baujahr

    Das Jahr der Fertigstellung eines Gebäudes. Es ist ein wichtiger Indikator für Bausubstanz, Baustandard und energetischen Zustand. In der Wertermittlung wird das Baujahr herangezogen, um Alterswertminderungen oder Modernisierungsstand einzuschätzen – häufig fließt es in Form des Alter der Immobilie und der daraus resultierenden Restnutzungsdauer ein. Für die steuerliche Abschreibung war 1925 ein wichtiges Stichjahr (Gebäude bis 1924: 2,5 % AfA, ab 1925: 2 %).

  • Baulandpreis

    Der Marktpreis für unbebautes Grundstücksland in einer bestimmten Lage. Er ergibt sich aus Nachfrage und Angebot nach Baugrundstücken und wird meistens in €/m² angegeben. Bodenrichtwerte bieten eine Orientierung, doch konkrete Baulandpreise können je nach Lagequalität, Grundstückszuschnitt und Bebaubarkeit deutlich darüber oder darunter liegen.

  • Baulast

    Eine freiwillige, öffentlich-rechtliche Verpflichtung eines Grundstückseigentümers gegenüber der Baubehörde. Baulasten schränken die Bebauung oder Nutzung des Grundstücks ein (z. B. Stellplatz- oder Abstandsflächenbaulast). Sie werden im Baulastenverzeichnis eingetragen und gelten auch für Rechtsnachfolger.

  • Bausparvertrag

    Ein Sparvertrag bei einer Bausparkasse, der in zwei Phasen abläuft. Zunächst spart der Kunde Guthaben an, um sich anschließend ein zinsgünstiges Bauspardarlehen zu sichern. Bausparverträge werden oft zur Immobilienfinanzierung genutzt und bieten planbare Konditionen.

  • Bausubstanz

    Die bauliche Substanz bzw. Qualität eines Gebäudes – also Materialien, Konstruktion und baulicher Zustand. Eine gute Bausubstanz (massive Bauweise, solide Statik, trockener Keller etc.) wirkt wertsteigernd, während Bauschäden oder mangelhafte Substanz den Wert mindern. Bei der Immobilienbewertung fließt die Bausubstanz in den Zustand ein; sie beeinflusst insbesondere das Sachwertverfahren und die Restnutzungsdauer.

  • Beleihungswert

    Der von Banken vorsichtig ermittelte Wert einer Immobilie für Kreditzwecke. Der Beleihungswert liegt üblicherweise unter dem Verkehrswert, da ein Sicherheitsabschlag einkalkuliert wird. Er bildet die Grundlage für die Festlegung der Beleihungsgrenze und bestimmt somit, bis zu welchem Betrag eine Immobilie als Kreditsicherheit herangezogen werden kann. Gesetzliche Vorgaben zur Beleihungswertermittlung enthält die Beleihungswertverordnung (BelWertV).

  • Bestandsschutz

    Baurechtlicher Schutz für bestehende Gebäude oder Nutzungen, die zum Zeitpunkt ihrer Errichtung genehmigt waren. Durch Bestandsschutz dürfen solche Altbauten weiter genutzt werden, selbst wenn sie heutigen Vorschriften widersprechen – allerdings nur solange keine wesentlichen Änderungen vorgenommen werden.

25 von 171

Unser Angebot.

Zertifizierte, erfahrene Sachverständige erstellen Ihre Gutachten und Dokumente.

Restnutzungs­dauer

Ihre jährliche AfA kann steigen – wir ermitteln die tatsächliche Restnutzungsdauer.

Kostenlose Ersteinschätzung

Kaufpreis­aufteilung

Ihr Gebäudeanteil am Kaufpreis – berechnet und gemäß BFH-Rechtsprechung plausibilisiert.

Kostenlose Ersteinschätzung

Verkehrswert­gutachten

Marktwert Ihrer Immobilie nach § 194 BauGB – etwa bei Erbe, Schenkung oder Scheidung.

Unverbindliches Angebot einholen

Kurz­gutachten

Kompakte Wertermittlung Ihrer Immobilie – für private Zwecke.

Unverbindliches Angebot einholen

Schadstoff­gutachten

Asbest, PCB & Schimmel prüfen – vor Kauf, Sanierung oder Abriss.

Angebot anfragen

Energie­ausweis

Ihr Energieausweis nach aktuellem Recht – für Verkauf, Vermietung, Bank oder Modernisierung.

Angebot anfragen

Vertrauen aus der Praxis.

„Wir haben uns alle möglichen Anbieter angeschaut. Entschieden haben wir uns für Gutachten.org — auf Basis der durchlaufenen Prozesse, der Qualität der erstellten Gutachten und der Verfahrenskonformität.“
5 von 5 SternenTrustpilot
„Für die Bewertung mehrerer Immobilienobjekte im Bestand und im Ankauf haben wir zunächst eine schnelle und nachvollziehbare Ersteinschätzung erhalten und darauf aufbauend die Bewertung gemeinsam umgesetzt. Der Bewertungsansatz wurden teilweise bereits vom Finanzamt akzeptiert und konnte entsprechend zugrunde gelegt werden. Besonders positiv waren für mich die klare Beratung, die schnelle Bearbeitung und die sehr gute Erreichbarkeit während des gesamten Prozesses.“
M.H.
5 von 5 SternenTrustpilot
„Super Service, sehr tiefgehendes Gutachten und umfangreiche Beratung. Ich habe vorher mit bekannten Internet-Anbietern gearbeitet und bemerkte hier sofort einen großen Qualitätsunterschied: ich wurde prokaktiv mit Rückfragen angerufen, wir haben mein Objekt und Potenziale durchgesprochen und bei der Gelegenheit auch andere Objekte in meinem Bestand betrachtet. Vor-Ort-Besichtigung wurde von einem kompetenten Gutachter durchgeführt, Gutachten wurde ohne Rückfragen anerkannt. Bereits im Freundeskreis empfohlen.“
Detlef

Alle Bewertungen: Google · Trustpilot

Unser Team für Ihr Gutachten.

Zertifiziert nach DIN EN ISO/IEC 17024 – jedes Gutachten nach ImmoWertV, intern mehrstufig geprüft.

  • Felix Holfert, SachverständigerDIN EN ISO/IEC 17024

    Felix Holfert

    Sachverständiger

  • Gerrit J. Kolweyh, Geschäftsführer

    Gerrit J. Kolweyh

    Geschäftsführer

  • Kolja Czudnochowski, Geschäftsführer

    Kolja Czudnochowski

    Geschäftsführer

  • Nicholas Bethge, Dipl.-Jurist

    Nicholas Bethge

    Dipl.-Jurist

  • Albin Azemi, Kundenbetreuung

    Albin Azemi

    Kundenbetreuung

  • Jette Murr, Bauingenieurin

    Jette Murr

    Bauingenieurin

  • Phillippe Mertes, Kundenberatung

    Phillippe Mertes

    Kundenberatung

  • Ümit Cinar, Sachverständiger

    Ümit Cinar

    Sachverständiger

  • Mieszko Godyn, Sachverständiger

    Mieszko Godyn

    Sachverständiger

  • Korbinian Guglhör, Partnerschaften

    Korbinian Guglhör

    Partnerschaften

Persönliche Beratung.

Sie haben Fragen? Wir haben Antworten. Schreiben Sie uns – wir melden uns persönlich bei Ihnen zurück.

Schritt 1 von 2 · Ihre Angaben

0/40

Lieber direkt?030 754 364 81

Was möchten Sie
einschätzen lassen?
Thema wählen.

Wählen Sie das passende Thema für Ihre Immobilie. Wir führen Sie zum richtigen Formular.

Menü

Kontaktformular